Wer sich mit dem Thema Schrauben beschäftigen möchte, merkt sofort hier gibt es Einiges zu beachten. Sei es das zu verwendende Material der richtigen Schraube, der passende Antrieb oder auch schlichtweg nur die richtigen Maße.

Hiermit versuchen wir Ihnen bei Ihrer Entscheidung weiter zu helfen, so dass Sie unkompliziert die richtige Schraubenart für Ihr Projekt finden.

Zunächst sollten Sie sich Gedanken machen, wo die Schraube eingesetzt wird? Draußen bzw. in einem Feuchtraum, innen für ein Möbelstück oder doch ein ganz anderer Einsatzort?

Geht es um ein Projekt im Freien, sollten Sie auf Edelstahl Schrauben zurückgreifen. Diese sind zwar etwas teurer in der Anschaffung, dafür aber witterungsbeständig und langlebig. Gerade für Beschläge wie z. B. am Zaun oder Fenster, ist dieses Material perfekt.

Preisgünstiger hingegen sind Schrauben, welche extra oberflächenbehandelt wurden. So bietet die Firma SPAX z. B. eine WIRROX bzw. YELLOX Oberflächenbehandlung an. Diese sind stark gegen Korrosion, jedoch kein Ersatz für Edelstahl! Weiterhin sind sie umweltfreundlich, da sie kein Chrom (VI) enthalten.

Fast gleichzeitig mit der Frage des Einsatzortes stellt sich natürlich, welches Projekt ansteht. Haben Sie vor eine Terrasse zu bauen, möchten Sie mit MDF-Platten arbeiten oder geht es gar an eine Fassade?

Es gibt hierfür speziell entwickelte Schrauben-Typen. Hier ein kleiner Auszug der verschiedenen Schrauben der Fa. SPAX:

  • Terrassenschrauben mit Fixiergewinde, welche bündig ins Holz ziehen. Sie minimieren Knarrgeräusche der Bodenkonstruktion. Gefertigt sind sie aus Edelstahl.
  • Fassadenschrauben, welche das Spleißen und Ausbeulen des Holzes verhindern. Weiterhin minimieren sie den Rostbefall an Fassaden
  • Glasleistenschrauben, zur Befestigung von endlackierten Glasleisten an Bauelementen aus Holzwerkstoffen
  • Universalschrauben, mit denen es nicht mehr nötig ist vorzubohren. Sie sorgen für Schnelles und sicheres Verarbeiten mit geringem Kraftaufwand.


Hier gilt es die richtige Schrauben-Art für sein Projekt zu finden. Doch innerhalb der Arten gibt es auch noch zahlreiche Unterschiede.
So gibt es verschiedene Kopf-Typen der Schrauben. Doch was zeichnet diese aus?

Senkkopf: Der Senkkopf (oder auch Flachsenkkopf) ist meist verwendete Kopftyp. Der Senkkopf verläuft konisch. Er lässt sich optimal in Holzmaterialien versenken und schließt bündig mit der Oberfläche.

Rückwandkopf: Der Rückwandkopf ist ein flach aufliegender Kopf. Vor Allem in der Möbelindustrie zur Befestigung von Hartfaserplatten auf der Rückseite von Schränken und Regalen wird dieser eingesetzt. Der flache, tellerartige Kopf der Schraube ist platzsparend und vergrößert hier die Auflagefläche auf der Faserplatte. Vorteil: Der Rückwandkopf lässt sich nicht so leicht durch die Holzplatte durchziehen.

Tellerkopf: Der tellerförmige Kopf der Schraube vergrößert die Auflagefläche auf dem Werkstück und garantiert damit erheblich höhere Kopfdurchzugskräfte im Vergleich zu einer Senkkopfschraube. So ermöglicht ein Tellerkopf ein deutlich besseres Dichtziehen der Hölzer.

Halbrundkopf: Der Halbrundkopf (auch Panhead) ist eine beinahe kugelförmige Ausformung des Schraubenkopfes. Diese Kopfausprägung eignet sich hervorragend für die Befestigung von Metallbeschlägen auf Holz, welche sichtbar sein sollen. Es ist also auch ein dekorativer Zweck.

Linsenkopf: Im Gegensatz zum Senkkopf, hat der Linsenkopf eine flache, linsenförmige Kopfgeometrie. Durch die spezielle, zierende Form wird dies oft bei sichtbaren, zierenden Verschraubungen von Möbel oder Fußleisten als Dekoelement eingesetzt.

Ein weiterer, wichtiger Aspekt zum richtigen Schraubenkauf ist deren Gewinde. Hier gibt es auch diverese Arten, welche sich gravierend unterscheiden.

Teilgewinde: Das Teilgewinde erstreckt sich lediglich über einen Teil der Schraubenlänge. Schrauben mit Teilgewinde eignen sich vor Allem für das Befestigen von Holzplatten an Holzbalken.
Tipp:Der gewindefreie Teil sollte immer so gewählt werden, dass er mindestens der Stärke der Platte entspricht, die es zu verschrauben gilt.  Dabei zieht sich das Gewinde in dem unteren Holzstück fest, während das obere Holzstück über den Schraubenkopf fest an das untere herangezogen wird.

Vollgewinde: Das Vollgewinde erstreckt sich im gegensatz zum Teilgewinde, teilweise über die gesamte Schraubenlänge. Schrauben mit Vollgewinde eignen sich besonders gut zur Aufnahme sehr großer Zug- und Druckkräfte in Verbindungen oder für die Verstärkung von Holzbauteilen.

Fixiergewinde: Das Fixiergewinde ist ein zweites Gewinde kurz unter dem Kopf der SPAX. Das Fixiergewinde garantiert eine sichere und dauerhafte Verbindung zweier Hölzer. Schrauben mit Fixiergewinde verminden Knarrgeräusche.

Zu guter Letzt gibt es auch noch die unterschiedlichen Antriebsformen der Schrauben.

Der wohl bekannteste Antrieb ist der Kreuzschlitz. Fast jeder kennt Ihn und hat damit schon mal zu tun gehabt. Wesentlicher Vorteil ist die verbesserte Kraftübertragung ggü. einer Schraube mit einem Schlitzkopf.



Vorteilhafter hingegen ist ein Innensechsrund-Antrieb (Torx). Mit dieser Art von Antrieb lassen sich hohe Drehmomente übertragen, ohne hierbei den Schraubenkopf zu beschädigen. Die Innensechsrund Größen beginnen bei T1 und enden bei T100.



Auch sehr bekannt wäre noch der Innensechskannt (Inbus). Innensechskantschrauben eignen sich besonders für Schraubenverbindungen, bei denen die Schraubenköpfe konstruktionsbedingt schwer zugänglich sind. Es reicht schon aus, wenn der Kopf von oben erreicht werden kann, beispielsweise durch eine Bohrung, dessen Durchmesser größer als das Eckenmaß des jeweiligen Schlüssels ist. Schrauben mit Innensechskannt lassen sich außerdem platzsparend versenken. Als Werkzeug wird jedoch immer ein Inbus-Schlüssel benötigt.